Halle – Kyffhäuser – Halle

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Halle – Kyffhäuser – Halle • 169,8 k

Kilometer 1
Zusammen mit Seb bin ich auf dem Weg zum Treffpunkt. Während wir das erste Kopfsteinpflaster unter die Reifen nehmen, stellt er fest, dass seine zwei Trinkflaschen noch zu Hause in der Küche stehen. Ich fahre also allein weiter um die anderen zu treffen und Seb kommt „aufgetankt“ nach.

Kilometer 2 – 50
Mittlerweile vollzählig geht es zügig Richtung Querfurt durch kleine Dörfer und wenig befahrene Landstraßen Sachsen Anhalts.  Während alle anderen die großen Gänge drücken,
macht Tom die Nähmaschine und hat dabei ordentlich Zug auf der Kette. „Typisch Mountainbiker“, raunt mir Thorsten zu.  Während wir vor uns hintreten, fällt mir auf, wie er sich verpflegt. So voll, wie seine Trikotaschen sind, gibt´s bei XXL jetzt wahrscheinlich keine Energy Gels mehr …  Irgendwie  kommen mir Zweifel, ob ich für unsere 170 km ausreichend versorgt bin, mit den zwei Bananen und der Hand voll Gummibärchen.

Kilometer 54,3
Wir rollen durch Kalsbrieth (noch nie davon gehört und auch gleich wieder vergessen). Rechts fliegt ein Plakat an einer Straßenlaterne vorbei. Auf  meine Radsportantenne ist aber wie immer verlass.  „DDR Sportfest mit Radsportlegende TÄVE SCHUR“ – Samstag 15. Juli in Leimbach (bestimmt irgendwo in Mansfeld). Während ich noch überlege was ein „DDR Sportfest“ sein soll, geht das Kopfkino auch schon direkt los. Die alte Legende Täve Shur steht im Dorfzelt, der DJ regelt gerade  langsam Max Giesingers „Wenn sie Tanzt“ runter. Bernd der Trainer des 1. FC Leimbach stellt den sonst eher mit Fußball vertrauten Dörflern die Radsportlegende Gustav-Adolf-Schur vor und dann geht´s auch schon los. Große Geschichten von nicht weniger  großen Sporterfolgen. Friedensfahrt, Olympia, Weltmeisterschaften und und und … Geschichte zum anfassen. „War bestimmt toll gestern“, denke ich und fahre weiter.

Kilometer 74
Bad Frankenhausen, ab hier geht´s richtig los. Wir wollen ja auf den Kyffhäuser. Fast 20 km bergauf fahren wir sonst eher selten, deswegen wird auch direkt bei Anstiegsbeginn noch einmal Verpflegungspause gemacht …

Kilometer 74 – 86
Es geht bergauf. Nach 7 km ist Tom schon fast nicht mehr zu sehen und Seb beginnt mir langsam davonzufahren (was ist denn hier bitte los?). Ein Blick nach hinten bestätigt mir das Thorsten auch weg ist. Die Beine haben sich heute auch schon besser angefühlt. Kurz vorm Ziel noch schnell falsch abbiegen und Letzter werden klappt auch. Auf dem Gipfel gibt es neben ein paar Radfahrern, hauptsächlich Motorradfahrer und Cola – mein Gott, wie toll so eine Cola schmecken kann.

Kilometer 86 – 138
Abfahrt Kyffhäuser, Rechtskurve, Linkskurve, Fotograf der Abfahrer fotografiert, Klick, Foto … Warum stellt der kein Schild auf, damit man weiß, was kommt? Das wird doch hundertpro ein schlechtes Bild. Rechts liegt der Kyffhäuser, während wir wieder zurückfahren. Irgendwie hatte ich gehofft das Denkmal von Nahem zu sehen, aber wir sind ja auch keine Touristen.

Kilometer 138 – 169
Kurze Gummibärchenpause am Straßenrand. Fast 140 km und ich fühle mich trotzdem noch gut. Schon erstaunlich wieweit man mit zwei Bananen und zwei Cola so fahren kann.

#kyffhäuser #rennrad

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